Aktuelles

Mitgliederversammlung: Dr. Thomas Jung als erster Vorsitzender wiedergewählt

Neuwahlen des Vorstandes

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Fürth fanden die Vorstandswahlen für die nächste Amtsperiode statt. Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung wurde einstimmig als erster Vorsitzender bestätigt. Er bleibt somit für weitere drei Jahre im Amt, das er bereits seit 1995 innehat. Für den Verein ist Hannelore Schreiber weiterhin als zweite Vorsitzende und Friedlinde Höfler als Schriftführerin tätig. Die erneut gewählten Beisitzer des Vorstandes sind Diethart Bischof, Elke Kuhlmann-Müller sowie Sandra Schober, Helmut Steingruber und Robert Steinkugler. Georg Leikamm, auch Selbstvertreter des Ambulant Begleiteten Wohnens, wurde als neuer Beisitzer in das Gremium gewählt.
Bild: Der neu gewählte Vorstand der Lebenshilfe Fürth (v.l.n.r.): Sandra Schober, Robert Steinkugler Elke Kuhlmann-Müller, Dr. Thomas Jung, Friedlinde Höfler, Helmut Steingruber, Hannelore Schreiber, Diethart Bischof, Georg Leikamm.

Jahresbericht und Jahresrückblick

„Die Lebenshilfe Fürth entwickelt sich mit einem positiven Jahresergebnis und unter stabilen Verhältnissen weiter“, so Dr. Thomas Jung, „die Erträge konnten gesteigert und der Schuldenstand durch Tilgung in Höhe von 2 Mio. Euro auf 5 Mio. Euro verringert werden. Der Verein steht weiterhin auf einer sehr soliden Basis mit einer großartigen Eigenkapitalquote von 85 %“. Anschließend berichtet der erste Vorsitzende über die differenzierten Betreuungsangebote, vielfältigen Projekte, personellen Veränderungen in den 18 Einrichtungen sowie die bevorstehenden Herausforderungen des Vereins, der mittlerweile ca. 1.200 Menschen mit Behinderung betreut und über 550 Mitarbeiter beschäftigt. Nils Ortlieb, stellvertretender Geschäftsführer, stellt den anwesenden Vereinsmitgliedern den Jahresbericht für das Haushaltsjahr 2018 vor, der wiederum positiv abgeschlossen werden konnte.

Einblick in die Einrichtungen

Die 3. Stufe des Bundesteilhabegesetzes, das bis Januar 2020 vollständig umgesetzt wird, beschäftigt die Mitarbeiter und die gesetzlichen Betreuer aus dem Bereich Wohnen, da sich bereits jetzt zum Jahreswechsel das Vertragsrecht erheblich ändert. Des Weiteren macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar, was bedeutet, dass die Personalgewinnung für einige Einrichtungen eine große Herausforderung bleibt. Ende September wurde der Startschuss für den Baubeginn einer neuen Förderstätten-Gruppe, auf dem Gelände der Werkstatt in der Dieter-Streng-Straße, gefeiert. Der Neubau schafft Platz für weitere zehn Teilnehmer. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant.


Neue Förderstätte für Menschen mit komplexem Assistenzbedarf

Mit dem ersten Spatenstich startet die Lebenshilfe Fürth den Bau einer neuen Förderstätte auf dem Gelände der Zweigstelle der Dambacher Werkstätten. In dieser Einrichtung werden Menschen mit komplexen Behinderungsbildern und Assistenzbedarfen betreut. Durch sinnstiftende Beschäftigung und mit verschiedenen Arbeitsprojekten wird ihnen die Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft ermöglicht.

Aktuell ist die Förderstätte an zwei Standorten vertreten: In der Fronmüllerstraße befindet sich der Hauptsitz und in der Aldringerstraße die Zweigstelle. Bereits über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Stadt und dem Landkreis Fürth nutzen in fünf Beschäftigungsgruppen das Betreuungsangebot der Lebenshilfe. Durch den Neubau werden zehn zusätzliche Betreuungsplätze für Menschen mit komplexem Assistenzbedarf geschaffen.

Das Architekturbüro Heid konzipiert das neue Gebäude auf der Grundlage eines bundesweit geltenden Modellraumprogrammes, mit einer Nettogrundrissfläche von insgesamt 270 m². Die Fertigstellung des Rohbaus ist bis Ende Dezember 2019 und ein Umzug in das Gebäude bis Ende 2020 geplant.

Bild: Setzten symbolisch den ersten Spatenstich: Der Vorsitzende der Lebenshilfe Dr. Thomas Jung (4.v.re.), Architekt Wolfram Heid (1.v.re.), Bereichsleiter Stefan Ebert (6.v.re.), die Teilnehmer der Förderstätte sowie die Mitglieder des Werkstattrates. Quelle: Lebenshilfe Fürth


Brandneues Go-Kart schenkt Kindern viel Spaß

Der Wunschhase-Fonds lässt Träume wahr werden. Die Schülerinnen und Schüler der Heilpädagogischen Tagesstätte der Hallemann Schule hatten einen großen Wunsch: Sie träumten von einem Go-Kart mit Soziussitz für die Freizeitgestaltung am Nachmittag. Go-Karts stärken neben dem Spiel- und Sportfaktor auch die Ausdauer sowie die motorischen Fähigkeiten speziell im Bereich Kondition und Koordination. Mit einem selbstgestalteten kreativen Plakat wandten sich die Kinder an den Wunschhase-Fonds, der ihnen auch prompt diesen Wunsch in Wert von 480 Euro erfüllte. Wunschhase ist ein karitatives Projekt des Bezirksjugendwerks der AWO in Ober- und Mittelfranken. Es macht sich zur Aufgabe Kindern mit Einschränkungen und Erkrankungen lang ersehnte Herzenswünsche zu erfüllen, um ihnen dadurch Unterstützung, Mut, Kraft und Freude zu schenken.

Bildquelle: Lebenshilfe


Ausdauer und Schnelligkeit ist gefragt beim Spiel- und Sportfest

Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Wettkampfwetter fanden sich 400 Schülerinnen und Schüler zum Spiel- und Sportfest der mittelfränkischen Förderzentren auf dem Sportgelände des TV 1860 Fürth ein. Die Schüler aus zehn Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sowie einer Partnerklasse der Pestalozzischule durften sich in den Sprintdisziplinen und Staffelwettbewerben messen.

Neben den Sportdisziplinen nutzten die Schüler weitere Lauf- und Bewegungsangebote sowie abwechslungsreiche Spielestationen. So konnten sie auf der Geschwindigkeitsmessstrecke ihren Top-Speed testen und an den Stationen Laufbiathlon ihre Ausdauer und Geschicklichkeit einbringen. Ehrenamtliche Unterstützung erhielt das Organisationsteam der Hallemann Schule der Lebenshilfe Fürth von den Nachwuchskräften der Firma Siemens, den Mitarbeitern der UniCredit Bank und von „TÜREN ÖFFNEN", ein Projekt des Institutes für Soziale und Kulturelle Arbeit (ISKA).

Bildquelle: Lebenshilfe Fürth

 


Arbeits- und Therapiematerial für die ambulante und mobile Förderung

Die Kind und Eltern-Frühförderung erhält eine großzügige Spende durch den Verein Weihnachtskürbis. Weihnachtskürbis e. V. verfolgt das Ziel, bedürftige Kinder und Jugendliche in Fürth und Umgebung zu unterstützen. Der Verein stellt u. a. Grußkarten für verschiedene Anlässe und mit unterschiedlichen Motiven her. Durch den Verkauf der vereinseigenen Kartenkollektion im Café SAMOCCA kam eine großzügige Spende von 800 Euro zusammen.

Die Frühförderung hat sich davon besonderes Therapiematerial für schwer mehrfach behinderte Kinder angeschafft, wie z.B. ein U-Polster als Lagerungshilfe, eine Sitz- und Fixierungshilfe, ein Aktivitätszentrum zur Wahrnehmungsförderung sowie eine Kreativ- und Experimentierplane für die Förderung der Sinne. Das Therapiematerial wird für die ambulante und mobile Förderung verwendet.

Bild: Die Vereinsvorsitzende Heike Krämer (unten li.), Schatzmeister Joachim Maaßen (li.) und Fred Krämer (re.) übergeben die speziellen Fördermaterialien an die Bereichsleiterin der Frühförderung Ulrike Gundlach (Mitte). Quelle: Lebenshilfe

 


Projekt Erlebte Inklusive Sportschule dankt für die Unterstützung

Die Elisabeth Krauß Schule, das Sonderpädagogische Förderzentrum der Lebenshilfe Fürth, erhält eine Sachspende in Höhe von 500 Euro. Hannelore Schier, die erste Vorsitzende des Behinderten- und Vital-Sportverein Fürth e.V. (BVS), übergibt den Schülerinnen und Schülern zwei Tischtennissets und einen Spider Rahmen – ein Hilfsmittel für die psychomotorische Förderung. Sie bedankt sich so für die Mitnutzung der Sporthalle und für die gute Zusammenarbeit mit der Elisabeth Krauß Schule im Rahmen des Projekts Erlebte Inklusive Sportschule für Kinder und Jugendliche – kurz EISs.

Die Erlebte Inklusive Sportschule für Kinder und Jugendliche (EISs) fördert die sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten von Kindern und Jugendlichen sowie die soziale Kompetenz durch integrative Gruppenbildung. Kinder und Jugendliche mit und ohne besonderen Förderbedarf durch geistige und/oder körperliche Einschränkungen nehmen gemeinsam an den Sportangeboten der EISs teil. Die Art des Handicaps spielt dabei keine Rolle.

 

Aufgrund des Kooperationsvertrages mit der Lebenshilfe Fürth e.V. und der langjährigen, sehr guten Zusammenarbeit mit der Elisabeth Krauß Schule finden seit 2010 die wöchentlichen EISs-Sportangebote und das jährliche stattfindende EISs-Kindersport- und spielefest auf dem Sportgelände und in der Turnhalle der Elisabeth Krauß Schule statt.

Foto oben: Ulrike Hambitzer (re.), Schulleiterin der Elisabeth Krauß Schule, bedankt sich bei Hannelore Schier (li.), Vorsitzende des Behinderten- und Vital-Sportverein Fürth e.V. (BVS)
Foto unten: Der Spider-Rahmen fördert die psychomotorischen Fähigkeiten der Kinder.
Bildquelle: Lebenshilfe Fürth


Tombolaerlös geht an drei soziale Einrichtungen

Der Fürther Eisenbahnclub (FEC) hat bei der Tombola der Modellbahnausstellung anlässlich der Feierlichkeiten zu „Stadt Fürth – 200 Jahre eigenständig" insgesamt 1.500 Euro für wohltätige Zwecke erzielt. Nun konnte bei einem Treffen in der Lebenshilfe Fürth vom ersten Vorstand des Fürther Eisenbahnclubs, Manfred Reuß, ein Scheck in Höhe von 500 Euro an den ersten Vorsitzenden der Lebenshilfe Fürth, Dr. Thomas Jung, übergeben werden. Weitere Schecks in Höhe von je 500 Euro nahmen die Vertreter der Deutschen KinderKrebshilfe, Bruno Brütting, und Herwig Böhm von der BRK-Bereitschaft Unterfarrnbach entgegen.

Bild: (v.l.n.r.) Herwig Böhm vom BRK, Manfred Reuß, 1.Vorstand des FEC, Dr. Thomas Jung, Vorsitzender der Lebenshilfe, Karl Heinz Niclaus, Kassier des FEC und Bruno Brütting für die Deutsche KinderKrebshilfe. Bildquelle: Lebenshilfe Fürth

 


Für die Kinder der Hallemann-Tagesstätte gehen Wünsche in Erfüllung

Mit einer Spende in Höhe von 4.600 Euro erfüllt die Cadolzburger Firma Prüfrex Innovative Power Products GmbH einige Wünsche der Tagesstätte der Hallemann Schule. Zwei neue Kickertische mit Teleskopstangen und eine gemütliche Sitzgruppe für den Außenbereich konnten angeschafft werden. Im Beisein von Elke Kuhlmann-Müller (2.v.li), Mitglied der Geschäftsführung der Fa. Prüfrex und Vorstandsmitglied der Lebenshilfe, und dem Geschäftsführer Kurt Müller (1.v.li) sowie dem Bereichsleiter der Tagesstätte Markus Groh (3.v.li) und der Schulleiterin Brigitte (Bild: Lebenshilfe Fürth)


Bayerischer Verdienstorden für Dr. Thomas Jung

Aus den Händen von Ministerpräsident Markus Söder empfing Fürths Oberbürgermeister und Lebenshilfe-Vorsitzender Dr. Thomas Jung den Bayerischen Verdienstorden. Diese Auszeichnung wird vergeben für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern, für herausragendes Engagement in vielen Bereichen - vom sozialen und kirchlichen Bereich über Forschung, Wissenschaft und Kunst bis hin zu Wirtschaft und Medizin.

Markus Söder würdigte die Verdienste von Dr. Thomas Jung für seine Heimatstadt Fürth, für deren Entwicklung er sich bereits lange Jahre vor seiner mittlerweile 16-jährigen Amtszeit als Oberbürgermeister sowohl im Fürther Stadtrat als auch im Bayerischen Landtag mit Vehemenz und nicht nachlassender Zielstrebigkeit eingesetzt hatte. „Du magst die Menschen und hast bei allem Erfolg nie die Bodenhaftung verloren“, bescheinigte ihm Markus Söder.

Der Verdienstorden wurde gleichermaßen unter Berücksichtigung des mehr als 20-jährigen sozialen Engagements von Dr. Thomas Jung in der Fürther Lebenshilfe verliehen. Seit 1995 steht er an der Spitze des Vereins und hat in Hauptverantwortung dessen Entwicklung maßgeblich vorangetrieben.


Neue Balanciergeräte: Kinder der Tagesstätte kommen ins Gleichgewicht

Die Kinder der Tagesstätte Süd freuen sich über zwei neue Balanciergeräte in ihrem Garten. Und das Dank einer tollen Aktion: uvex ride for kids hieß die Aktion bei der uvex-Mitarbeiter mit dem Rad zur Arbeit kamen, um für den guten Zweck Kilometer zu sammeln. Einen Euro für jeden gefahrenen Kilometer spendete die uvex group der Rainer Winter Stiftung. So kam für die Heilpädagogische Tagesstätte Süd eine großzügige Spende über 5.000 Euro zusammen. Zwei Stehwippen wurden davon angeschafft, damit die Kinder spielerisch ihr Gleichgewicht üben und die Körperbeherrschung verbessern können. Die Geräte fördern das soziale Miteinander, machen riesigen Spaß und die Kinder lernen zugleich spielerisch die Hebelgesetze kennen.


Drei Stiftungen unterstützen musisches Angebot am Förderzentrum

Stipendium über 10.000 Euro für Geigenunterricht an der Elisabeth Krauß Schule

Seit dem Schuljahr 2017/2018 erhalten sechs talentierte Schülerinnen und Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums der Lebenshilfe, der Elisabeth Krauß Schule, Geigenunterricht. Gleich drei Stiftungen ermöglichen dieses besondere Stipendium mit einer Zuwendung in Höhe von insgesamt 10.000 Euro: Die Karl und Anna Leupold Gedächtnisstiftung sowie die Ernst und Loni Rupprecht Gedächtnisstiftung unterstützen die Musik-AG mit insgesamt 8.000 Euro, die Landkreisstiftung finanziert den Unterricht mit 2.000 Euro. Davon wird nicht nur der Musikunterricht bezuschusst, sondern auch die Leihgebühr und die Wartungskosten der empfindlichen Musikinstrumente bezahlt.

Birgit Trunk, Musikpädagogin, hat mit ihrem Unterricht schon Großartiges geleistet und es ist spürbar, dass die Kinder beim Musizieren viel Spaß haben. Das Erlernen eines Musikinstruments - und besonders das der Geige - hat durchweg positive Auswirkungen auf die Feinmotorik und die Konzentrationsfähigkeit der Schüler. Außerdem üben sie das disziplinierte Arbeiten in der Gruppe und schulen ihr Verantwortungsbewusstsein. Durch die kleinen andauernden Fortschritte wächst ihr Selbstbewusstsein. Von dem bisherigen Lernerfolg der Geigen-AG, die zweimal wöchentlich stattfindet, konnten sich nun die Vorstandsmitglieder der drei Stiftungen unter ihnen Hatto Bauer und Landrat Matthias Dießl im Beisein des ersten Vorsitzenden der Lebenshilfe Dr. Thomas Jung und der Schulleitung Ulrike Hambitzer überzeugen.

Bild: (v.l.n.r. – hintere Reihe): Mitglieder der drei Stiftungen: Manfred Bauer, Marianne Schwämmlein, Schulleiterin Ulrike Hambitzer, Landrat Matthias Dießl, Harry Scheuenstuhl, Lebenshilfe-Vorsitzender Dr. Thomas Jung, Hatto Bauer, Dr. Werner Rossmanith, Edith Elß, Irmtraud Bauer und Musikpädagogin Birgit Trunk mit Geigenschülern der Elisabeth Krauß Schule. Quelle:Lebenshilfe Fürth

 

 


SAMOCCA erhält großzügige Spende über 10.000 Euro

Neues Arbeitsangebot für Beschäftigte der Dambacher Werkstätten

Die Manfred-Roth-Stiftung (Norma) unterstützt das neue Beschäftigungsangebot der Dambacher Werkstätten der Lebenshilfe Fürth. Das Café SAMOCCA bietet derzeit vierzehn Menschen mit Behinderung sinnstiftende Arbeitsplätze inmitten der Gesellschaft. Mit einem Cafébetrieb auf dem neuen Fürther Wochenmarkt zwischen Adenaueranlage und Fürther Freiheit, soll für die SAMOCCA-Beschäftigten ein neues Arbeitsfeld hinzukommen und gleichzeitig zwei bis drei neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Stiftung hilft mit, um diese erheblichen Investitionen zu stemmen und spendet 10.000 Euro für das benötigte Mobiliar und die Ausrüstung eines Cafébetriebs.

„Wir freuen uns, wertvolle regionale Projekte zu unterstützen - ganz im Sinne des Grundgedankens unserer Stiftung" so Stiftungsvorstand Dr. Wilhelm Polster bei der Übergabe des Schecks an den ersten Vorsitzenden der Lebenshilfe Fürth Dr. Thomas Jung und dem Geschäftsführer der Dambacher Werkstätten Rolf Bidner.

Bild: (v.l.n.r.): Rolf Bidner (Geschäftsführer Dambacher Wekstätten), Yasmin Müller (Servicekraft SAMOCCA), Jörg Bauer(Bereichsleiter Service), Dr. Thomas Jung (Vorsitzender Lebenshilfe), Dr. Wilhelm Polster (Stiftungsvorstand Manfred-Roth-Stiftung) und Yannic Ginser (Servicekraft SAMOCCA). Bildquelle: Lebenshilfe Fürth


Lebenshilfe Fürth feiert Jahreshauptversammlung in der neuen Werkstatt

Zum ersten Mal fand die Jahreshauptversammlung der Lebenshilfe Fürth in den neuen Räumlichkeiten der Zweigstelle der Dambacher Werkstätten - Werkstatt Hardhöhe - statt. Sie war mit über 120 Vereins-mitgliedern sehr gut besucht. Werner Winter, Geschäftsführer der Lebenshilfe Fürth, stellte den erfreulichen Jahresabschluss 2017 vor: Der Verein steht nach wie vor auf einem sehr soliden wirtschaftlichen Fundament.

Einrichtungen feiern stolze Jubiläen

Der erste Vorsitzende der Lebenshilfe, Dr. Thomas Jung, berichtete im Jahresrückblick über die Aktivitäten, Projekte und Entwicklungen der einzelnen Einrichtungen. Die Dambacher Werkstätten stemmten im August einen großen Umzug in die neue Werkstatt und lösten zeitgleich die Zweigstelle in der Kurgartenstraße auf. Außerdem wurden drei große Einrichtungsjubiläen gefeiert: Der Sternstunden-Kindergarten beging das 20-jährige und die Hallemann Schule das 40-jährige Jubiläum mit einem bunten Sommerfest. 50 Jahre Wohnen feierte der Fachbereich Wohnen und Fördern mit einer festlichen Gala in der Fürther Stadthalle.

Ehrungen von Vorstandsmitglied, Vereinsmitglieder und Mitarbeiter

Neben dem Jahresabschluss bietet die Jahreshauptversammlung der Lebenshilfe Fürth auch einen würdigen Rahmen für besondere Jubiläen: Friedlinde Höfler wird für 20 Jahre aktive Mitarbeit in der Vorstandsschaft ausgezeichnet. Dr. Thomas Jung lobte ihr außergewöhnliches Organisationstalent. Helmut Kasel, unterstützt den Verein bereits seit 55 Jahren und Erna Krauß seit 50 Jahren. Susanna Lang nahm die Glückwünsche für 45 Jahre Mitgliedschaft entgegen. Mit über 550 Beschäftigten zählt die Lebenshilfe Fürth in Stadt und Landkreis Fürth zu einem starken verlässlichen Arbeitgeber in der Metropolregion. So wurden neben den 10-, 20-, 25-jährigen Dienstjubiläen ebenfalls Mitarbeiter für 35-, bzw. 40 Jahre Betriebstreue ausgezeichnet.

Vorstandsmitglied Friedlinde Höfler (2.v.li.) wurde für 20 Jahre ehrenamtliche Arbeit im Lebenshilfe-Vorstand ausgezeichnet. Werner Steinkirchner (2.v.re.), Geschäftsführer der Frühförderung, und Diethart Bischof (Mitte), Vorstandsmitglied, erhielten eine Würdigung für 35 Jahre Mitgliedschaft.

Die Glückwünsche des Lebenshilfe-Vorsitzenden Dr. Thomas Jung (re.) und seiner Stellvertreterin Hannelore Schreiber (li.) gehen an Helmut Kasel für 55 Jahre (2.v.li.) und Erna Krauß für 50 Jahre Mitgliedschaft (Mitte.). Susanna Lang (2.v.re.) unterstützt den Verein bereits seit 45 Jahren.

Bildquelle: Lebenshilfe Fürth


30 Jahre Urlaubsmünzen für die Lebenshilfe Fürth

Wohin mit den restlichen ausländischen Münzen und Banknoten aus dem letzten Urlaub? Meistens verstauben sie in irgendeiner Schublade oder Schachtel und geraten so nach kurzer Zeit in Vergessenheit. Damit dies nicht passiert, gibt es die Aktion Urlaubsmünzen. Eine Aktion, die sich schon lange Zeit bewährt hat und zeigt, dass jeder Cent zählt und mit den Restdevisen noch viel Gutes getan werden kann. Seit 1988 stehen in jeder Filiale der Fürther Sparkassen Spendenboxen, in die Kunden ihre restlichen Urlaubsmünzen werfen können. Der eingetauschte Betrag unterstützt die Arbeit für Menschen mit Behinderung in den 18 Einrichtungen der Lebenshilfe Fürth. 

Hans Schrepf ist leidenschaftlicher Münzensammler und Mitarbeiter bei der Sparkasse Fürth. Er begleitet die Aktion seit nunmehr 30 Jahren mit Leidenschaft und Ausdauer. In unzähligen Stunden seiner Freizeit und in liebevoller Kleinarbeit sortiert er die Währungen und organisiert den Umtausch bei den Landesbanken der entsprechenden Länder. Fast 10 Tonnen ausländische Währungen hat er so weiterbewegt.

Pfenning, D-Mark, Schilling oder Rupie – jede Münze wird angenommen, zählt und hilft. Nun sind nach einer Zähl- und Umtauschaktion erneut über 4.000 Euro zusammengekommen, die zur Unterstützung an die Lebenshilfe Fürth gehen. Hans Schrepf konnte somit in den letzten 30 Jahren die Arbeit der Lebenshilfe mit insgesamt 108.000 Euro unterstützen.


Kinder an die Trommeln! - Auf nach Tamborena

240 Schulkinder und Kinder der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) der Elisabeth Krauß Schule, eine Einrichtung der Lebenshilfe Fürth, freuten sich auf eine ganz besondere Projektwoche. Fünf Tage lang lernten Schüler und Lehrer afrikanische Trommelrhythmen, Lieder und Tänze für das Projekt Trommelzauber „Tambo Tambo" und bereiteten sich so auf eine abenteuerliche Reise nach Tamborena vor. „Das gemeinsame Trommeln macht stark", so Johnny Lamprecht, Erfinder von Trommelzauber. Er ist unter anderem auch Theologe, Therapeut, Musiker und Buchautor. Trommeln verbessert die Motorik, erhöht die Konzentrationsfähigkeit und stärkt das Selbstwertgefühl. Die Kinder bekommen einen spielerischen Zugang zur eigenen Kreativität, erleben ein unvergessliches Gemeinschaftsgefühl und lernen mit viel Spaß den Kontinent Afrika, dessen Sprache und Kultur näher kennen.

Ein gewaltiger Trommelwirbel und afrikanischer Gesang schallte jeden Morgen durch das Sonderpädagogische Förderzentrum in Oberasbach, denn alle Kinder und Lehrkräfte trafen sich zum gemeinsamen Trommeln, Singen und Tanzen in der Aula des Schulhauses. Danach ging es in die verschiedenen Projektgruppen. Dort malten die Kinder bunte afrikanische Plakate, stellten eigene Trommeln, Indiakas oder afrikanischen Schmuck her, bastelten Gazellenmasken und testeten landestypische Leckereien. Am Ende der Projektwoche wurden Eltern, Großeltern und Gäste zum Sommerfest eingeladen und die ließen sich von den singenden und trommelnden Kindern mit dem Zauberflugzeug in das Trommelzauberdorf Tamborena mitnehmen.


40-jähriges Jubiläum der Clara und Dr. Isaak Hallemann Schule

Mit einem bunten Sommerfest feiert die Clara und Dr. Isaak Hallemann Schule, das Private Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung der Lebenshilfe Fürth, ihren 40. Geburtstag. Die Hallemann Schule bietet Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 18 Jahren Bildung und individuelle Förderung, mit dem Ziel einer größtmöglichen Teilhabe in der Gesellschaft. Die Nachfrage nach Schulplätzen - auch in Zeiten der inklusiven Beschulung – ist nach wie vor ungebrochen groß. (Bild: Chor der Hallemann-Singers)

Bei der Schüsselübergabe am 02. Juni 1978 gingen bereits 91 Schülerinnen und Schüler in das Förderzentrum. Mittlerweile besuchen über 200 Kinder und Jugendliche die Schule, die Schulvorbereitende Einrichtung in der Aldringerstraße und die Berufsschulstufenklassen am Standort Homburgerstraße in Zirndorf. Die Einrichtung der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) an der Hallemann Schule ergänzt das Ganztagsangebot. Zugleich hat sich die langjährige Kooperation mit der Adalbert-Stifter-Schule und der Pestalozzi-Schule bestens bewährt. Dort lernen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam in Partnerklassen.


Drei Einrichtungen, drei Jubiläen – ein gemeinsames Nachbarschaftsfest

Unter dem Motto „Dschungel – wir sind bunt“ feierten die Lebenshilfe-Wohnstätte am Marsweg, das Seniorenzentrum Korian und die Einrichtungen am humanistischen Bildungscampus ein gemeinsames Nachbarschaftsfest. Ob die Schüler der Humanistischen Grundschule oder die Senioren, ganz gleich, ob Menschen mit oder ohne Behinderung: Gute nachbarschaftliche Beziehungen pflegen die verschiedenen Einrichtungen an Waldstraße und Marsweg seit jeher. Ein gemeinsames Fest hingegen gab es bislang nicht.

Das Motto bot ein wirklich buntes Programm mit Auftritten der Musikschule Fürth, einer integrativen Trommelgruppe, Kinderschminken und einem Menschenkicker. Mit dem Fest feierte das Haus Korian und die Humanistische Grundschule zugleich ihr zehnjähriges Bestehen. Die Lebenshilfe Fürth, der Bereich Wohnen, begeht heuer sogar ihr 50. Jubiläum. Involviert waren außerdem der Humanistische Kindergarten Fürth-Waldstraße und die Humanistische Kinderkrippe Fürth-Am Marsweg. Gefördert wurde das Projekt von der Aktion Mensch.


Fit wie ein Laufschuh: Spiel- und Sportfest der mittelfränkischen Förderzentren

Traditionell hat die Hallemann Schule der Lebenshilfe Fürth, zusammen mit der LASPO (Bayerische Landesstelle für den Schulsport), zum Spiel- und Sportfest Leichtathletik mit dem Motto „Fit wie ein Laufschuh" eingeladen. Auf dem Sportgelände des TV 1860 messen sich über 400 Schülerinnen und Schüler aus 12 mittelfränkischen Förderzentren und 2 Partnerklassen der Pestalozzischule in den Sprintdisziplinen sowie Staffelwettbewerben.

Neben diesen Disziplinen können die Schüler weitere Spielestationen sowie Lauf- und Bewegungsangebote nutzen. Auf der Geschwindigkeitsmessstrecke ihren Top-Speed messen und an den Stationen „Laufbiathlon" und „Farbsprints" ihre Ausdauer und Geschicklichkeit testen. Ehrenamtliche Unterstützung erhält die Hallemann Schule von den Schülern und Lehrern der Fachschule für Heilerziehungspflege, dem bfz Fürth, den Nachwuchskräften der Firma Siemens und den Mitarbeitern der UniCredit Bank, die sich um den reibungslosen Ablauf auf der Spielstraße kümmerten.


20 Jahre integrativer Sternstunden-Kindergarten und großzügige Spende

Am 08. Mai 1998 - vor genau 20 Jahren - wurde in der Fürther Südstadt der zweite integrative Kindergarten der Lebenshilfe Fürth, ein ehemaliger amerikanischer Kindergarten, offiziell eingeweiht. Den Namen verdankt der Kindergarten einer großzügigen Spende des Bayerischen Rundfunks und der damaligen „Spendenaktion Sternstunden“. Im Sternstunden-Kindergarten begegnen sich 45 Kinder mit und ohne Behinderung zwischen 3 bis 6 Jahren. Hier wird Inklusion früh gelernt und gelebt. In 3 Gruppen lernen die Kinder spielerisch und völlig unkompliziert mit Unterschieden umzugehen. Gefeiert wird das runde Jubiläum mit einem besonderen Sommerfest, kurzweiligen Spielestationen, kleinen Gesangsaufführungen und einer großzügigen Spendenübergabe.

10.000 Euro spendete Martin Ermer, Ehrenvorsitzender des Behinderten- und Vital-Sportverein Fürth und langjähriger Unterstützer für die anstehenden Renovierungsarbeiten im Sternstunden-Kindergarten. Bodenbeläge, Türen und Wände waren in die Jahre gekommen und konnten so mit dieser Finanzspritze zum Jubiläumsjahr in neuem Glanz erstrahlen.

Bild: (v.l.n.r.) Marianne Dörner (Bereichsleiterin Kinderkrippe/Kindergärten), Dr. Thomas Jung (erster Vorsitzender der Lebenshilfe) Martin Ermer und Hannelore Schreiber (stv. Vorsitzende). Bildquelle: Lebenshilfe Fürth


Engagierter Einsatz für mehr Inklusion - Preis geht an Medien PRAXIS e.V. und Anne Probst

Inklusion hat zum Ziel, dass alle Menschen gleichgestellt inmitten unserer Gesellschaft leben können. Mit dem Inklusionspreis honoriert die Lebenshilfe Fürth bereits zum elften Mal das besondere Engagement von Personen, Organisationen, Firmen und Einrichtungen, die sich außergewöhnlich für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung einsetzen und somit erheblich zur Verbesserung der Teilhabechancen beitragen. 

Der Vorsitzende der Lebenshilfe, Dr. Thomas Jung, hob in seiner Laudatio anerkennend das ehrliche, ernsthafte Interesse an Menschen der Filmemacher Julia Thomas und Thomas Steigerwald hervor. Dies sei ein eindrucksvolles Merkmal und eine Besonderheit, das in jedem ihrer Filme erkennbar ist. Sie greifen Themen auf, die die Öffentlichkeit bewegt und wollen damit aufklären und bereichern. Bereits fünf Filme sind seit 2010 über verschiedene Lebenshilfe-Projekte entstanden. Mit Filmen wie „SAMOCCA-Franchise“ – eine Dokumentation über das inklusives Caféprojekt in Fürths Mitte - und  „Miteinander lernen, aneinander wachsen“, ein Film der Einblick in die inklusive Partnerklasse an der Pestalozzi Schule mit Schülern der Hallemann Schule gibt, tragen sie enorm für das öffentlich Interesse und die stärkere Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung bei.

Anne Probst, eine hervorragende Netzwerkerin mit großem Herz und eine humorvoll, dynamisch motivierte Cheftrainerin, so beschreibt Laudatorin und Rektorin der Hallemann Schule Brigitte Daubner-Marcordes die ehemalige Jugendwartin des Bayerischen Golfverbandes. Auch nach fast 11 Jahre Kooperationsarbeit stehen bei ihr nach wie vor die Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung sowie das Golfspielen im Mittelpunkt. Viele Sponsoren, Trainer und Unterstützer hat sie in all den Jahren für das Projekt begeistern können und dadurch Golfschläger oder Trolleys organisiert und finanzielle Unterstützung für die Wettkampfkosten gesammelt. Die größten Highlights waren bisher die Teilnahme der Athleten an den Special Olympics im Jahr 2014 und 2016 in Düsseldorf und Hannover. Dort hat sie ihre Golfschüler zu Höchstleistungen angespornt, was diese ihr mit hervorragenden Platzierungen und vielen Medaillen gedankt haben. 

Rund 70 geladene Gäste trafen sich zur Preisverleihung im Café SAMOCCA. Vollgas-Combo, die inklusive 5-Mann-Band der Musikschule Fürth, sorgte mit einem Mix aus Swing, Bossa Nova und Pop-Stücken für eine gelungene musikalische Umrahmung. Das Catering- und SAMOCCA-Team der Dambacher Werkstätten verwöhnten die Gäste mit köstlichem Fingerfood sowie guten Service und sorgten so für einen gemütlichen Ausklang des Abends. 

Bild 1: Der Vorstand der Lebenshilfe, Dr. Thomas Jung (v.li.) und Hannelore Schreiber (hinten re.), übergibt den Inklusionspreis an Anne Probst und Julia Thomas und Thomas Steigerwald (vorne von links).
Bild2: Die 5-köpfige Band Vollgas-Combo von der Musikschule Fürth sorgte für die passende musikalische Umrahmung.
Bildquelle: Lebenshilfe Fürth


Cafè SAMOCCA erhält Spende über 10.000 Euro

Die Stadt Fürth ist bekannt für ihr vielfältiges Angebot an sozialen und gesellschaftlichen Projekten. Drei von ihnen dürfen sich nun über Unterstützung der Sparda-Bank freuen: Die nordbayerische Genossenschaftsbank, die in der Kleeblattstadt mit einer Filiale in der Neuen Mitte vertreten ist, unterstützt über den Gewinn-Spar-Verein der Sparda-Bank Nürnberg e. V. das SAMOCCA Café der Lebenshilfe Fürth, das Projekt „allengerechtes Wohnen“ der AWO-Stiftung Soziales Engagement in Fürth sowie den Eine-Welt-Laden Fürth e. V. mit Spenden in Höhe von jeweils 10.000 Euro. Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung freut sich: „Jede einzelne Initiative leistet vorbildliche Arbeit und ist ein Beleg für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Fürth. Ich weiß aus persönlichen Gesprächen, wie willkommen die Unterstützung in den drei Institutionen ist.“ Thomas Lang, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank, erläutert die Hintergründe des sozialen Engagements: „Wir sind davon überzeugt, dass die Zukunft der Solidarität gehört und die drei Fürther Projekte gehen mit gutem Beispiel voran. Die Sparda-Bank Nürnberg lebt die Nachbarschaftshilfe und wir möchten mit den Spenden auch den wertvollen Einsatz der Vereine hier vor Ort honorieren.“
Bild (v.l.): Der stv. Vorstandsvorsitzende der Nürnberger Sparda Bank Thomas Lang und Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung bei der Spendenübergabe an die SAMOCCA-Kaffeehausleitung Stephan Harrer sowie Mitarbeiterin Martina Baldi und an Wilhelm Bluth (Stiftungsvorstand der AWO Stiftung), Karl Poppick sowie Elke Klemenz (Vorstandsmitglieder des Fürther Eine-Welt-Landens). Bildquelle: Lebenshilfe Fürth


Gründungsmitglied Mechtild Kiener feierte 90. Geburtstag

„Es war eine ganz andere Zeit“, erinnert sich die rüstige Jubilarin, die gemeinsam mit ihrem 2007 verstorbenen Mann Edwin und weiteren Eltern behinderter Kinder im Dezember 1961 den Fürther Selbsthilfe-Verein ins Leben rief. Damals, vor Beginn der deutschlandweiten Lebenshilfe-Gründungen, die sukzessive ab Ende der 50er Jahre erfolgten, lebten die meisten Menschen mit geistiger Behinderung im Schutz ihrer Familien. Mit einem Augenzwinkern erzählt Mechtild Kiener, wie damals alles ins Rollen kam: „Der Holländer Tom Mutters, der die erste Lebenshilfe in Deutschland mitgegründet hat, war auf Einladung der Stadt nach Fürth gekommen, um über Einrichtungen und Hilfen für geistig Behinderte zu sprechen. Die gab es damals schon in den Niederlanden. Er hat dann bei uns übernachtet, im Ehebett, und ich habe im Wohnzimmer geschlafen“.

Als „Eltern der Aufbaujahre“ wurden sie vom Vorstand unter Führung ihres langjährigen Vorsitzenden Karl Reinmann oft in die Pflicht genommen. So mussten beim Bau der Dambacher Werkstätten Eigenleistungen des Vereins in Höhe von 20 % erbracht werden – da die Rücklagen nicht ausreichten, wurden die Eltern mehr oder weniger zum Arbeitseinsatz an der Baustelle verpflichtet bzw. um eine entsprechende Spende gebeten. Von Anfang an bis Ende 1989 war Edwin Kiener als Kassier für den Verein tätig. Mechtild Kiener kümmerte sich in erster Linie um die sechs Kinder, unter ihnen zwei Sorgenkinder. Der ältere Sohn Hermann, der zeit seines Lebens mit schweren Anfällen lebte, starb 1983, Sohn Jochen arbeitet – wenn auch mittlerweile aus Altersgründen eingeschränkt – noch immer gerne in den Dambacher Werkstätten. Vor einigen Jahren ist er von zu Hause in die Wohnstätte am Marsweg umgezogen und lebt dort so gerne, dass es ihn kaum mehr in sein ehemaliges Zuhause zieht. „Man muss ja froh und dankbar sein, dass es ihm dort so gut gefällt ...“, sinniert Mechtild Kiener, aber ein bisschen Wehmut schwingt in ihren Worten mit.

Bild: Oberbürgermeister und Lebenshilfe-Vorsitzender Dr. Thomas Jung gratulierte gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Hannelore Schreiber „einer großartigen Frau“ und wünschte noch viele gute Jahre


Gutes Tun und Freude bereiten eine Herzensangelegenheit

Bereits seit einigen Jahren ist der Lions Club Fürth mit einem Verkaufsstand auf dem Fürther Altstadtweihnachtsmarkt am Waagplatz vertreten. An zehn Tagen, mit vielen ehrenamtlich eingebrachten Stunden brachte der Lions Club Fürth selbst hergestellte Produkte  und Eigenprodukte der Dambacher Werkstätten an den Mann und die Frau. Verkauft wurden Erzeugnisse wie selbstgebackenes Stollenkonfekt, Weihnachtskarten, gestrickte Babyschuhe, Pralinen und SAMOCCA-Präsentkörbchen. Die Produkte fanden viele Abnehmer und nicht wenige Einkäufer suchen jedes Jahr gezielt den Lions-Stand auf, um sich mit besonderen Geschenken einzudecken.

Rentiert hat sich das ehrenamtliche Engagement auf alle Fälle: Eine stolze Summe über 3.500 Euro ist zusammengekommen und wurde nun vom Fürther Lions Club an die Dambacher Werkstätten übergeben. Mit dem Verkaufserlös werden drei Defibrillatoren für die Werkstätten-Standorte in der Aldringerstraße, für die neue Werkstatt auf der Hardhöhe sowie für das SAMOCCA angeschafft.

„Wir schätzen die langjährige Verbindung und engen Kontakt zur Lebenshilfe Fürth“, sagt die Präsidentin Michaela Partheimüller „und freuen uns, dass unsere Unterstützung direkt ankommt.“ Der erste Vorsitzende der Fürther Lebenshilfe, Dr. Thomas Jung, freut sich über die traditionelle Verkaufsaktion und lobt den Gedanken, besondere Geschenke in einer sehr hohen Qualität für einen guten Zweck zu verkaufen. „Gutes tun und sich selbst und anderen eine Freude bereiten“, so Dr. Thomas Jung.

Bild: SAMOCCA-Mitarbeiter, der Vorsitzender Dr. Thomas Jung (2.v.l.) und Geschäftsführer Rolf Bidner (re.) nehmen von der Präsidentin des Lions Club Michaela Partheimüller (Mitte) die großzügige Spende entgegen. Davon werden drei neue Defibrillatoren angeschafft.

Bildquelle: Lebenshilfe Fürth


Fürther Aktionsplan Inklusion steht – 121 Maßnahmen werden vorgestellt

Nach 15 Monaten kam das Projekt Fürth Für Alle mit der Schlusskonferenz in der Martin-Segitz-Schule zum vorläufigen Abschluss. Fürth Für Alle ist ein Kooperationsprojekt der Lebenshilfe Fürth und der Stadt Fürth, der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung sowie dem Behindertenrat. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet vom BASIS-Institut. An der Schlusskonferenz wurden die gesammelten Ergebnisse in einem kommunalen Aktionsplan vorgestellt und der Stadt Fürth offiziell übergeben. Der Maßnahmenkatalog umfasst 121 Ideen, wie Teilhabechancen von Menschen mit Behinderung in der Stadt verbessert werden können. Der fertige kommunale Aktionsplan Inklusion wird Ende März dem Beirat für Sozialhilfe, Sozial- und Seniorenangelegenheiten vorgestellt. Anschließend wird der Aktionsplan dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt.

Das Projekt Fürth Für Alle wird von AKTION MENSCH gefördert und unterstützt. Es knüpft lokale Netzwerke und verbindet betroffene Menschen mit Behinderung mit den professionellen Unterstützungssystemen und der Stadtverwaltung. Über 40 Vereine, Institutionen, Verbände und Selbsthilfegruppen sowie eine große Anzahl interessierter Bürgerinnen und Bürger haben sich in den vergangenen Monaten in den Vernetzungsforen Gedanken gemacht, welche Maßnahmen notwendig sind, um die UN-Behindertenrechtskonvention in Fürth voranzutreiben. Auf der Schlusskonferenz priorisierten die rund 100 Teilnehmer die wichtigsten Punkte der acht Handlungsfelder, wie Politische Teilhabe und Information, Persönliches Budget und Assistenz, Gesundheit, Bildung, Freizeit/Kultur und Sport, Arbeit, Wohnen und Barrierefreiheit.

Die gesellschaftlichen Herausforderungen spiegeln sich auch im Aktionsplan wider. Menschen mit Behinderung haben es bei der Wohnungssuche besonders schwer. Um ein selbstständiges und sicheres Wohnen zu ermöglichen, ist behindertengerecht ausgestatteter Wohnraum Voraussetzung. Und der ist Mangelware bzw. für die Betroffenen oft unbezahlbar. Nach Meinung der Teilnehmer sind außerdem behindertengerechte Arbeitsplätze und die Barrierefreiheit von öffentlich zugänglichen Gebäuden dringend zu fördern, um Inklusion in Fürth voran zu bringen.

Das Projekt Fürth Für Alle endet nicht mit der Schlusskonferenz sondern geht weiter. Der Folgeprozess wird von der Steuerungsgruppe und dem Begleitgremium kontinuierlich weitergeführt. Voraussichtlich im Herbst werden sich die einzelnen Vernetzungsforen wieder treffen, um zu sehen, welche Maßnahmen bereits angegangen wurden bzw. an welcher Stelle vielleicht Veränderungen vorgenommen werden sollten. Mehr Informationen zum kommunalen Aktionsplan und sämtliche Protokolle finden Sie auf der Homepage www.fuerth-fuer-alle.de.

Bild oben: Austausch in den Arbeitsgruppen zu den einzelnen Handlungsfeldern.
Bild unten: Nils Ortlieb, Projektleiter von Fürth Für alle, übergibt den kommunalen Aktionsplan Inklusion offiziell an Dr. Thomas Jung (rechts), Oberbürgermeister der Stadt Fürth.
Quelle: Lebenshilfe Fürth


uvex-Mitarbeiteraktion: Mitarbeiter radeln für die Tagesstätte Süd

uvex ride for kids hieß die Aktion bei der im Juni uvex Mitarbeiter am Standort Fürth mit dem Rad zur Arbeit kamen und für den guten Zweck Kilometer sammelten. 1 EURO für jeden gefahrenen Kilometer spendete die uvex group der Rainer Winter Stiftung. Eine runde Spendensumme von 10.000 EURO kam zusammen. 5.000 EURO aus dieser gemeinnützigen uvex Aktion erhält die Jakob-Wassermann-Schule. Über die zweiten 5.000 EURO dürfen sich Kinder der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe am Förderzentrum Fürth Süd freuen. Wir werden die großzügige Spende der Rainer Winter Stiftung für neue Balanciergeräte einsetzen. Damit können die Kinder spielerisch ihr Gleichgewicht, die Körperbeherrschung sowie grobmotorische Fähigkeiten verbessern“, so Nadja Schipper, Bereichsleiterin der Tagesstätte Süd.

Bild: Im Beisein des Vorsitzenden Dr. Thomas Jung (2.v.r.) übergab Gabriele Grau (3.v.l.), Stiftungsvorstand der Rainer Winter Stiftung, die Spende an den stellvertretenden Schulleiter Michael Rogge (l.) und die Bereichsleiterin Nadja Schipper (re.).


Sternstunden Kindergarten wird saniert –Leupoldstiftung spendet großzügig

Die Karl- und Anna-Leupoldstiftung schüttet eine großzügige Spende aus. Der Stiftungsvorstand Hatto Bauer überreicht neben drei weiteren Kindergärten dem Sternstunden-Kindergarten 5.000 Euro für die anstehenden Sanierungsarbeiten. Der Sternstunden-Kindergarten wurde 1998 eröffnet und betreut derzeit 45 Kinder mit und ohne Behinderung in drei Gruppen. Mit dieser Finanzspritze können nun die Bodenbeläge, Türen und Wände in neuem Glanz erstrahlen.

Bildquelle: Claudia Wunder / Bezugsquelle: Stadt Fürth, Bürgermeister- und Presseamt


Metzgerei Förderreuther spendet Trinkgelder an die Lebenshilfe

Bereits seit 10 Jahren sammelt die Metzgerei Förderreuther unermüdlich Spenden und unterstützt damit die Lebenshilfe Fürth. „Wenn man weiß, wofür das Trinkgeld verwendet, verzichtet man gerne“, sind sich die Fachverkäuferinnen der Poppenreuther Metzgerei von Anfang an einig. Die Trinkgelder wandern in die aufgestellten Spendenboxen, statt in den eigenen Geldbeutel. Auf diese Weise kamen bisher 13.920,75 Euro zusammen. Auch die Kunden wissen um das Engagement von Gitta und Hans-Jürgen Förderreuther und runden die Beträge häufig zugunsten der Lebenshilfe auf. Initiiert wurde die Aktion von Lotte und Joachim Lange, die seit über 40 Jahren der Lebenshilfe treu verbunden sind. Lotte Lange war lange Jahre Mitglied des Vorstandes und ihr Mann Joachim Lange übernimmt seit 10 Jahren die Aufgabe des Geldboten und fährt die Spenden direkt zur Lebenshilfe.

Bild: (v.l.n.r.) Ramona Senger, Metzgereichef Hans-Jürgen mit seiner Frau Gitta Förderreuther und Sonja Rzehulka nahmen den Dank von dem Vorsitzender der Lebenshilfe Dr. Thomas Jung und der stellvertretenden Vorsitzende Hannelore Schreiber (re) entgegen. Lotte und Joachim Lange waren vor 10 Jahren die Initiatoren dieser Idee.


Lebenshilfe-Einrichtungen erhalten großzügige Spende

Das schönste Wort nach lieben ist helfen: Getreu diesem Lebensmotto übergibt Martin Ermer (Mitte), Ehrenvorsitzender des Behinderten- und Vital-Sport-vereins Fürth (BSV) der Lebenshilfe Fürth eine Spende in Höhe von insgesamt 5.950 Euro. Ein großer Teil davon fließt in die Renovierung des integrativen Sternstunden-Kindergartens der Lebenshilfe und wird für das jährlich stattfindende Sportfest der mittelfränkischen Förderzentren verwendet, das die Hallemann Schule seit über zwei Jahrzehnten federführend organisiert.

Der Vorsitzende der Lebenshilfe und Oberbürgermeister Thomas Jung (li.) und die zweite Vorsitzende Hannelore Schreiber (re.) freuen sich über die großzügige Unterstützung. „Martin Ermer ist seit über 20 Jahren als Mitglied und Kooperationspartner der Lebenshilfe Fürth sehr eng verbunden und hat sogar als einer der Ersten den Integrationspreis der Lebenshilfe erhalten”, so Thomas Jung. „Das Wohl der Menschen mit Behinderung ist ihm schon immer sehr wichtig.”

Bildquelle: Lebenshilfe Fürth